
Seit 1996 führe ich auf vielen Mittelaltermärkten, Arbeitstechniken der Schuhherstellung aus dem Hoch- und Spätmittelalter vor. Ich möchte die Marktbesucher durch meine Vorführung einladen, in das Erleben einer Zeit einzutauchen, die ein ganz eigenes Verhältnis im Umgang mit Material, Formen und Farben auf Grund überkommener Traditionen und Vorstellungen erkennen läßt. Gegenstand meiner Arbeit sind Schuhformen aller Stände, vom einfachen Bundschuh bis zum aufwendigen wendegenähten Schnabelschuh. Sie stellen damit einen Überblick über die Schuhmode von rund 500 Jahren dar. Neue Erkenntnisse der Archäologie, insbesondere der Stadtarchäologie fliessen dabei in meine Arbeit ein.
Der Marktstand ist einer überlieferten Konstruktion nachempfunden. Er besteht aus einem zusammengesteckten Holzgerüst mit darübergespannter Leinwand in den Abmessungen von 2 x 3 Metern.